Neues Bauen und Kunst am Bau

 

Kunst im öffentlichen Raum und Kunst am Bau sind Kernbereiche im Schaffen von Carl Roesch. Das Zusammenwirken von Architektur und Kunst unter Verwendung moderner Techniken und Materialien, wie Beton, Stahl und Glas war programmatisch für das «Neue Bauen». Zürich war zu jener Zeit innerhalb der Schweiz die kulturelle Hochburg und eine Vielzahl moderner Schlüsselbauten, wie die Sihlpost oder das Museum für Gestaltung begründeten die funktional, sachlich reduzierte neue Baukunst.
Carl Roesch war ein gefragter Künstler und erhielt zahlreiche Aufträge aus öffentlicher Hand – entweder als Direktauftrag oder als Wettbewerbessieger. Zwischen 1910 und 1959 verzeichnet Roesch fast jedes Jahr mindestens ein Werk für eine öffentliche Institution. Darunter befinden sich Mosaike für Post- oder Verwaltungsgebäude, Schulhäuser, Wohnsiedlungen, Industriegebäude und Kirchen. Roesch gehörte zur damaligen Avantgarde und seine Mosaike und Fresken sind auch heute noch integrale Bestandteile dieses epochal neuen Stils, denn sie sprechen die Sprache der Modernität.