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Carl Roesch, Freskenzyklus im Zwingli-Haus in Zürich Wiedikon , 1924


© Zeitschrift "Das Werk", Heft 10, 2025

Carl Roesch, Freskenzyklus im Zwingli-Haus in Zürich Wiedikon , 1924
Fresko / Wandmalerei auf Gebäudewand
Eigentumsverhältnis unbekannt

1924 erhält Carl Roesch den Auftrag für vier Fresken im Zwinglihaus Wiedikon. Der Gebäudekomplex wird von den Gebrüdern Bräm Architekten im Auftrag der evangelischen Kirchgemeinde geplant und realisiert. Er umfasst mehrere Versammlungsräumen, darunter einen Kirchenraum für über tausend Personen.

Mit der Innenausstattung des Gebäudes beauftragen die Architekten neben Carl Roesch mehrere Künstler, die sich bereits seit Jahren kennen und sich regelmässig im Restaurant Odeon in Zürich treffen. Zu dieser losen Gruppe gehören Paul Bodmer, Reinhold Kündig, Hermann Huber, Otto Meyer-Amden sowie den Bildhauer Otto Kappeler. Was aus heutiger Sicht als eine konventionelle Auswahl erscheint, war damals eine durchaus mutige Positionierung für eine aktuelle Kunst.

Während Huber, Kündig und Bodmer im Zwinglihaus Wiedikon in ihren Fresken explizit biblische Themen behandeln, thematisiert Roesch mit den vier Figuren Jungfrau, Jüngling, Mutter und Mann eher unbestimmt die Lebensalter oder die Familie. In der Werkbundzeitschrift «Das Werk» bleibt das Lob verhalten: «Als Eckpfeiler der ganzen Bildanordnung kennzeichnen sich durch die Figurengrösse die Gestaltenpaare zweier Lebensalter von Karl Rösch; und könnte man sie sich auch strenger in der Form und entschiedener in der Farbe denken, so fügen sie sich in der Idee doch gut in diese Welt einer gehobenen Wirklichkeit.» Der Rezensent der NZZ ist dagegen des Lobes voll: «Ungemein schön passen sich die Klänge seiner vier Gestalten: Jungfrau, Mutter, Jüngling und Mann, Repräsentanten der Familie als eines Arbeitskörpers in das Gefüge dieses Freskensystems ein. Sie haben einen grossen, stolzen Wurf.»

Zitate aus:
Pöschel, Erwin: Das Zwinglihaus in Zürich-Wiedikon, in: Das Werk, 1925, Heft 10, S. 293 und
Knöpfli, Albert: Carl Roesch, Frauenfeld 1958, S. 81

Kontaktadresse
Carl und Margrit Roesch-Stiftung
Markus Landert, Stiftungsratspräsident
Lachenstrasse 25a
8500 Frauenfeld

kuratorium@carl-roesch.ch