09. Mai 2026 - 16:00 Uhr
Am 9. Mai liest der ehemalige Stadtpräsident von Diessenhofen, Walter Sommer, im Roesch-Atelier in Diessenhofen aus seinem Kriminalroman «Brücke der Vergeltung». Das Atelier bietet sich wie kaum ein anderer Ort für eine solche Veranstaltung an, fällt doch der Blick von da direkt auf die angesprochene Brücke. Spannung ist garantiert.
Drei Morde innerhalb kurzer Zeit im beschaulichen Städtchen am Rhein! Was hat dies mit der Vergangenheit und der besonderen Lage des Städchens zu tun? Walter Sommer erzählt in seinem Roman "Brücke der Vergeltung“ eine facettenreiche Geschichte, in der sich historische Fakten und Erfindung treffen. Die Handlung spielt zur Zeit des Kalten Krieges. Im Zentrum steht eine eindrücklich geschilderte Strafuntersuchung zu drei Morden, in der gesellschaftliche und moralischen Fragestellungen verwoben sind. Dabei verknüpft Sommer reale historische Personen, Ereignisse und Abläufe mit fiktiven Elementen. So werden damals wie heute aktuelle Themen wie Überfremdung, Judenhass, Sympathien für autoritäre Regimes und die Rolle der Frau eindringlich beleuchtet.
Auch im Leben und Denken von Carl Roesch, der am 9. Mai seinen 142sten Geburtstag feiern könnte, spielten diese Themen eine wichtige Rolle. Der in Gailingen geborene und in Diessenhofen aufgewachsene Künstler war ein kritischer und oft unangepasster Zeitgenossen, was sich aus seinen langjährigen Tagebucheinträgen erschliessen lässt. Sein in den 1930er Jahren gebautes Atelier ist bedeutendes Zeugnis des modernen Bauens in der Ostschweiz und so verbindet sich die von Walter Sommer erzählte Geschichte und der historische Ort zu einem einzigartigen Erlebnis.
Die Tagebuchaufzeichnungen von Carl Roesch werden noch dieses Jahr als Buch erscheinen. Die Kunsthistorikerin Tildy Hanhart hat die Texte in jahrelanger, sorgfältiger Arbeit transkribiert.
9. Mai 2026, 16 Uhr
Walter Sommer liest aus seinem Buch «Brücke der Vergeltung», Carl Roesch-Atelier, Steinerstrasse 7b, Diessenhofen.
Kontaktadresse
Carl und Margrit Roesch-Stiftung
Markus Landert, Stiftungsratspräsident
Lachenstrasse 25a
8500 Frauenfeld